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Mei­ne Erfah­run­gen mit MS

Mit­ten in der Opfer­rol­le

In mei­ner Ein­füh­rung habe ich bereits über mei­ne Dia­gno­se und mei­ne ers­ten Erfah­run­gen berich­tet. Um die Moti­va­ti­on für die­sen Blog noch etwas zu ver­deut­li­chen, möch­te ich in die­sem Bei­trag über mei­ne per­sön­li­chen Erfah­run­gen mit MS erzäh­len (kei­ne Angst, es wird nicht zu emo­tio­nal).  Zunächst ein­mal hat­te ich vie­le Men­schen um mich her­um, die mich unter­stützt haben. Das tut natür­lich in so einer Zeit gut, aller­dings fan­gen auch hier die Pro­ble­me an.

Ich hat­te stän­dig das Gefühl, dass ich bemit­lei­det wer­de.

Alles hat sich zunächst nur um die­se eine Dia­gno­se gedreht. Mein Ein­druck war, dass die Men­schen in mei­nem Umfeld erwar­tet haben, dass es mir schlecht geht. Und dann wird man immer wie­der mit die­sem Stem­pel auf den Boden der Tat­sa­chen zurück gewor­fen:

Unheil­bar­kran­ke-MS-Pati­en­tin

Bei Fami­lie, Freun­den, Arbeits­kol­le­gen, Ärz­ten, Apo­the­kern.….

Mei­ner Mei­nung nach wird man unbe­ab­sich­tigt in eine Opfer­rol­le gedrängt und es wird einem sug­ge­riert, dass man nichts für sei­ne Erkran­kung kann. Trotz­dem habe ich mich gefragt, wie­so ich ? Eine Per­son, die durch kei­nen ersicht­li­chen, unge­sun­den Lebens­stil auf­ge­fal­len ist. Da man mich dar­über auf­ge­klärt hat­te, dass man wenig über die Krank­heit wüss­te und dass man somit kei­ne direk­ten Grün­de fest­le­gen kön­ne, habe ich mich natür­lich gefragt:

Wie kann ich dazu bei­getra­gen haben ?

Fakt ist: Krank­hei­ten kom­men nicht ohne Grund. Irgend­was muss dazu bei­getra­gen haben, dass dein Kör­per aus dem Gleich­ge­wicht gerät. Somit began das rat­tern in mei­nem Kopf und die gro­ße Fra­ge, wel­che Bau­stel­len in mir lau­ern.

Was war noch­mal MS ?

Laut der Deut­schen Mul­ti­ple Skle­ro­se Gesell­schaft ist MS eine auf Ent­zün­dun­gen des Ner­ven­sys­tems (Hirn und Rücken­mark) basie­ren­de Erkran­kung. Die genau­en Ursa­chen für die Erkran­kung sind bis­her unklar. Sicher ist jedoch, dass das Immun­sys­tem dabei von beson­de­rer Bedeu­tung ist. Bei MS herrscht eine Fehl­funk­ti­on des Immun­sys­tems vor, wel­ches sich anstatt gegen Krank­heits­er­re­ger, gegen Bestand­tei­le des eige­nen Orga­nis­mus rich­tet. Bei die­ser Stö­rung wird vor allem das Ner­ven­sys­tem geschä­digt, wel­ches in Form von Ent­zün­dungs­her­den abge­bil­det wer­den kann. Abhän­gig vom Auf­tre­tungs­ort, füh­ren die­se anschlie­ßend zu einer Viel­zahl von Sym­pto­men (Schub).

Behand­lung von Schü­ben

Die am häu­figs­ten ver­wen­de­te The­ra­pie bei aku­ten Schü­ben ist die intra-venö­se Gabe (i.v.) von Kor­ti­son (Methyl­p­redn­iso­lon). Kor­ti­son (rich­tig: Kor­ti­sol) ist ein Hor­mon mit beson­ders ent­zün­dungs­hem­men­der Wir­kung. In der Lage Ent­zün­dun­gen im Kör­per zu hem­men, wird Kor­ti­son zur Bekämp­fung neu gebil­de­ter Ent­zün­dungs­her­de und den dar­aus resul­tie­ren­den Sym­pto­men ein­ge­setzt. In der Regel erfolgt die Gabe nur in Kli­ni­ken, wes­halb auch eine ora­le The­ra­pie in Fra­ge kom­men könn­te. Meis­tens ver­bes­sern sich die Aus­fäl­le nach weni­gen Tagen einer Hoch­do­sis­the­ra­pie. Jedoch kann die­se mit unge­woll­ten Neben­wir­kun­gen ein­her­ge­hen. Dar­un­ter fal­len: Schlaf- und Magen-Darm-Beschwer­den sowie eine vor­über­ge­hen­de Geschmacks­stö­rung. Die Kor­ti­son­ga­be ist nie beson­ders ange­nehm, auch wenn sie die Sym­pto­me abschwächt ode sogar ent­fernt.

Ent­zün­dungs­hem­men­de Lebens­mit­tel

Auf der Suche nach Mög­lich­kei­ten Ent­zün­dun­gen in mei­nem Kör­per zu redu­zie­ren, haben beson­ders ent­zün­dungs­hem­men­de Lebens­mit­tel eine wesent­li­che Rol­le in mei­nem Ernäh­rungs­plan gespielt. Ein Grup­pe, die in die­sem Zusam­men­hang beson­ders nen­nens­wert ist, sind: Anti­oxi­dan­ti­en. Anti­oxi­dan­ti­en hel­fen bei oxi­da­ti­vem Stress, indem sie in der Lage sind freie Radi­ka­le zu fan­gen. Um nicht zu che­misch zu wer­den, nur so viel: Radi­ka­le = Böse. Laut einer Stu­die der John Hop­kins Uni­ver­si­tät in Bal­ti­more, könn­ten Anti­oxi­dan­ti­en bei rich­ti­ger Zufuhr eine vor­beu­gen­de Wir­kung auf­wei­sen und sogar in der Lage sein vor­han­de­ne Schä­den zu redu­zie­ren.

Du merkst viel­leicht schon wel­ches Poten­ti­al von ent­zün­dungs­hem­men­den Lebens­mit­teln aus­geht. Auf­grund­des­sen möch­te ich in mei­nem nächs­ten Bei­trag mehr auf die­ses The­ma ein­ge­hen und eine kur­ze Über­sicht für dich erstel­len.

Ich hof­fe, du bleibst dabei denn

 

Du hast die Wahl — Sei kein Opfer

 

Clau­dia

 

 

 

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