Neues aus der Forschung

Wie gesund ist dei­ne Lebens­wei­se ?

In mei­nem letz­ten Bei­trag, habe ich bereits über den Ein­fluss der Ernäh­rung auf den Darm und letzt­end­lich auf die Gesund­heit geschrie­ben. Obwohl die Ernäh­rung einen hohen Stel­len­wert ein­nimmt, sind noch wei­te­re Fak­to­ren in Bezug auf das Wohl­be­fin­den aus­schlag­ge­bend. Wäh­rend eine bewuss­te Ernäh­rung die Grund­vor­aus­set­zung für einen gesun­den Darm ist, ist die Lebens­wei­se (Alko­hol­ge­nuss, Rau­chen, Bewe­gung) nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Auf­grund des­sen möch­te ich die­sem Bei­trag die­sen Fak­to­ren wid­men.

Ein­fluss der Lebens­wei­se auf den Gesund­heits­sta­tus

1. Ent­zün­dungs­för­dern­de Lebens­wei­se

Ent­zün­dungs­för­dern­de Lebens­wei­seEnt­zün­dungs­hem­men­de Lebens­wei­se
Alko­hol­ge­nussKon­trol­lier­tes Fas­ten
Rau­chenBewe­gung
Bewe­gungs­man­gel

1.1 Rau­chen

Der Zusam­men­hang zwi­schen Rau­chen und der Akti­vi­tät von MS ist bis­her nicht bewie­sen. Allais et al. (2015) konn­ten aller­dings zei­gen, dass sich anhal­ten­der Kon­takt mit Ziga­ret­ten­rauch nega­tiv auf die Darm­ge­sund­heit aus­wirkt. Außer­dem konn­ten Ric­cio et al. (2015) in ihren Stu­di­en demons­trie­ren, dass durch das Rau­chen der Krank­heits­ver­lauf von MS ver­schlech­tert wer­den kann.

1.2 Alko­hol­ge­nuss

Wie im vor­he­ri­gen Bei­spiel hat der Genuss von Alko­hol kei­nen bewie­se­nen Ein­fluss auf MS [Hedström et al.(2014)]. Aller­dings konn­ten Samu­el­son et al. (2017) dar­le­gen, dass Alko­hol ent­zünd­li­che Pro­zes­se för­dert sowie die Anfäl­lig­keit für Infek­tio­nen erleich­tert. Letz­te­re ist dadurch begrün­det, dass der über­mä­ßi­ge Genuss von Alko­hol zu einem Ungleich­ge­wicht der Darm­flo­ra und folg­lich zu einer ver­än­der­ten Abwehr­re­ak­ti­on des Kör­pers führt.

2. Ent­zün­dungs­hem­men­de Lebens­wei­se

2.1 Kon­trol­lier­tes Fas­ten

Das kon­trol­lier­te Fas­ten ist eine effek­ti­ve Metho­de um einen gesun­den Zustand in Lebe­we­sen zu för­dern und die Lebens­dau­er zu erhö­hen [Ric­cio et al. (2018)]

Aber wel­cher Mecha­nis­mus steckt dahin­ter?

Bei ange­wand­tem Fas­ten wird eine Kas­ka­de an Reak­tio­nen aus­ge­löst. Eini­ge weni­ge Reak­tio­nen sind dabei:

  • Abge­schwäch­te Insu­lin­pro­duk­ti­on
  • Reduk­ti­on von oxi­da­ti­ven Schä­den, sowie
  • Ver­lang­sam­tes Fort­schrei­ten von MS [Pic­cio et al. (2008)]

Von beson­de­rer Bedeu­tung sind die abge­schwäch­te Insu­lin­pro­duk­ti­on und Zunah­me von Glu­ka­gon. Wäh­rend Insu­lin die Akti­vi­tät von Enzy­men anregt, die ent­zün­dungs­för­dern­de Sub­stan­zen (n‑6 PUFA) her­vor­ru­fen, zeigt Glu­ka­gon einen gegen­tei­li­gen Effekt [Ric­cio et al. (2018)].


2.2 Bewe­gung

Auch wenn Sport oder all­ge­mein Bewe­gung kein All­heil­mit­tel ist, kann sie vor allem bei MS-beding­ten Sym­pto­men wie Erschöp­fung hilf­reich sein [Clauw et al. (2017)]. Dar­über hin­aus ist es auf mole­ku­la­rer Ebe­ne vor­teil­haft sich aus­rei­chend zu bewe­gen, da es Ent­zün­dun­gen ent­ge­gen­wirkt [Ric­cio et al. (2018)] . Ein posi­ti­ver Neben­ef­fekt der geför­der­ten Lebens­qua­li­tät durch sport­li­che Betä­ti­gung ist die Ver­bes­se­rung der Darm­flo­ra.


3. Klei­ner Exkurs: Lebens­mit­tel­zu­sät­ze

[…] food does not cau­se dama­ge to the host per se, given that it is natu­ral, not pro­ces­sed, not adul­te­ra­ted, and well dige­sted [Ric­cio et al. (2018)].

In der heu­ti­gen Zeit kom­men ver­mehrt Lebens­mit­tel­zu­sät­ze zum Ein­satz.

  • Aro­ma­stof­fe
  • Kon­ser­vie­rungs­stof­fe
  • Emul­ga­to­ren
  • Anti­bio­ti­ka
  • Schad­stof­fe (Schwer­me­tal­le, Pes­ti­zi­de, Her­bi­zi­de)

Wer­den die­se ver­stärkt kon­su­miert, kön­nen die­se zu nega­ti­ven Ein­flüs­sen auf die Gesund­heit füh­ren. Von bak­te­ri­en­hem­men­den Effek­ten über Ver­än­de­run­gen der Darm­flo­ra bis hin zur Redu­zie­rung der Darm­bak­te­ri­en und letzt­end­lich die För­de­rung von Darm­ent­zün­dun­gen. Einen beson­de­ren Fall stel­len Anti­bio­ti­ka dar.

  • Ein­fluss auf die Zusam­men­set­zung der Darm­flo­ra
  • Redu­zie­rung der mikro­bi­el­len Viel­falt
  • Resis­tenz gegen­über Anti­bio­ti­ka

Ich hof­fe, ich konn­te dir mit die­sem Bei­trag einen kur­zen Über­blick über den Ein­fluss dei­ner Lebens­wei­se auf die Gesund­heit geben. Viel­leicht über­denkst du sogar ein paar Ange­wohn­hei­ten und traust dich zu Fas­ten 😉 ?

Soll­test du Fra­gen oder Rück­mel­dun­gen haben, kannst du mir sehr ger­ne eine Nach­richt schrei­ben.

Denn du hast die Wahl. Sei kein Opfer

Clau­dia

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